Mad World / War is over / Love is all around

Discussion in 'German' started by Nihila, Nov 28, 2005.

  1. Nihila

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  2. YinYangFish

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    was jetzt besonders sein sollte, ist jetzt besonders schwer umzusetzen, wie es scheint. Und "nur" weil Weihnachten ist, kann es ja vom prinzip her nicht sein, dass die Menschen jetzt mal für ein paar Tage netter und umsichtiger werden als sonst. Was bringt das auch, wenn es nicht länger hält? Auch wenn Du recht hast, dass ja gerade diese "besinnliche" Zeit die Gelegenheit wäre, über sowas nachzudenken und dann dauerhaft was zu ändern. Ob das im Sinne des allgemeinen Weihnachts-Konsum-Wahns ist, steht auf einem anderen Blatt...
     
  3. Southernman

    Southernman Boarischer Rebell

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  4. Nihila

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  5. YinYangFish

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    hmmm. Dachtest Du etwa, ich wäre aus einem anderen Holz geschnitzt? ;) *end of irony* Nein, natürlich nicht. Sicher ist es gut, was zu ändern und dann bei sich anzufangen. Was ich sagen wollte, dass die Weihnachtszeit aber wohl kaum der einzige Zeitpunkt sein kann, was zu tun. Eigentlich ist der Zeitpunkt dafür immer da, JETZT was anders zu machen. *dramatische Pause* Nur weiß ich selber auch, wie schwer das ist. *seufz* :&
     
  6. Nihila

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  7. Pronature69

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    Halleluja!!! Du hast natürlich vollkommen recht! Ist immer sehr "strange", wenn ich schon mal längere Zeit in Sri Lanka war (dort ist das kollektive anlächeln Volkssport) und zurückkomme, dann lächle ich anfangs auch immer noch hier alle an. Die denken wahrscheinlich immer nur ich hätte zuviel gekifft. Dabei könnte das Leben echt schöner sein, wenn man sich ein bisschen Mühe gibt. Wenigstens könnte man zu Weihnachten schon mal ein paar Wochen üben - auch als Nichtchrist!
     
  8. YinYangFish

    YinYangFish Senior Member

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    hmmmm. *kopfnick* Du hast schon recht auf Deine Weise. Aber ob rosa Zuckerwatte oder nicht - ich glaube, dass erstens jede(r) solche Gedanken haben kann und man zweitens nunmal nicht unbedingt erwarten darf, dass auf sowas super viele Reaktionen kommen. Sich mit sowas auseinanderzusetzen, find ich ziemlich unbequem, gerade wenn ich noch viel anderes um die Ohren habe. Und das reden alleine macht´s halt auch nicht. Es geht nicht nicht ums Reden (muss ja nicht gleich "phrasen dreschen" sein), sondern ums Tun. Und das kann man bei sich selbst nunmal am leichtesten ändern, während man mit allen anderen nur darüber sprechen kann, was und warum man das anders macht - es sei denn, Du wolltest jemand anderen manipulieren (aber so hab ich Dich auch nicht mal im Ansatz verstanden).
     
  9. Nihila

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  10. Southernman

    Southernman Boarischer Rebell

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    Auf die Stachel im Fleisch!!!
    Und merci für den herzlicheren Lacher mit dem naiven kleinen Mädchen, dass in einer rosa Zuckerwattewelt lebt.
     
  11. Nihila

    Nihila Member

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  12. The Flow

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    Geht das schon wieder los...?
    Ich finde es ja mittlerweile wirklich schrecklich, wie sehr sich die halbe Menschheit in den Wochen vor Weihnachten unter Druck setzt, jetzt müsse man aber schön lieb und nett zueinander sein und jeglichen Ärger auf Nimmerwiedersehen herunterschlucken.
    Statistisch gesehen, geschehen in den Weihnachtstagen mehr Familiendramen als zu jeder anderen Zeit im Jahr. Klar, wenn die ganze Verwandschaft über mehrere Tage zusammengepfercht ist und gute Mine zum bösen Spiel machen muß, rastet schon mal der eine oder andere aus.
    Also: entweder man ist das ganze Jahr über nett zu "seinen Lieben" oder man läßt es. Aber nur weil sich wieder einmal der Geburtstag des wohl am häufigsten mißverstandenen Menschen der Geschichte nähert, bin ich nicht mehr oder weniger lieb & nett als sonst auch!

    Wahre (Nächsten-)Liebe geschieht fast immer im Verborgenen, die muß man sich nicht groß auf die Fahnen schreiben. Je lauter jemand darauf hinweist, wie hilfsbereit oder großzügig er doch ist, umso mißtrauischer werde ich für gewöhnlich.
    Aber: nur weil Du jemand nett behandelst, muß er sich Dir gegenüber nicht zwangsläufig genauso verhalten. Eine der häufigsten Ursachen für Depressionen ist die Erkenntnis, daß andere Menschen sich nicht nach dem eigenen ("guten") Kodex verhalten. Der Oberplan "Ich bin nett zu anderen, also müssen auch alle anderen nett zu mir sein" klappt einfach nicht. Das (Wohl-)Verhalten anderer kann man nun einmal nicht erzwingen!


    Dann hast Du wohl noch nicht das Video zu "Dienen", dem neuen Lied von "Ich + Ich" gesehen... das erste Mal in meinem Leben, daß ich bei einem Musikvideo geheult habe!
    Und derartige (bzw. vergleichbare) Geschichten passieren, ich habe es schon erlebt!
     
  13. Southernman

    Southernman Boarischer Rebell

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    Wir schon, du ziehst Diese Nummer immer gerne mal durch, wird wohl Zeit, mal das Nix-Biest-Pic mal wieder rauszukramen. Also ok, mach ma a bisserl einen auf Weihnachten:

    Wish you a lot of Love, Peace, Freedom and Happiness

    Merry Christmas in 350+ languages!


     
  14. Early

    Early Member

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    Ich stell mir gerade vor, ich sitze auf einer rosarosen Zuckerwattewolke und kann meine Zunge nicht im Zaum
    halten...Jeder Fetzen des zuckersüßen irdischen Geschmackes bringt mich dem geprellten Popo ein gutes Stück näher.

    Was ich zu der ganzen Sache zu sagen habe, wurd wohl im großen und ganzen schon beantwortet.
    Dennoch finde ich, dass das Motto schlechthin heissen sollte: (Wie bereits gesagt) "Es geht nicht nicht ums Reden (muss ja nicht gleich "phrasen dreschen" sein), sondern ums Tun."

    Es ist eben wahnsinnig interessant Menschen zu beobachten, immer und immer wieder. Mit ihren Eigenarten, die sich in der Masse oft kaum unterscheiden und deshalb so wunderbare oder auch schrecklich ungerechte Klischees fabrizieren.

    Natürlich soll man seine Mitmenschen aus Gütigste behandeln, unabhängig jegwehiger kultureller Ereignisse.
    Heuchelei hin oder her...es nunmal so, dass zur Weihnachtszeit viele Menschen "das Bedürfnis" verspüren
    besonders nett zu sein...auch wenn's nicht dem Naturell verspricht. Aber es ist doch besser als in diesen Fällen
    den Gewohnheiten zu fröhnen, oder ?!

    Wichtig ist eh - wie es jeder selber handhabt!
     
  15. Southernman

    Southernman Boarischer Rebell

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    Wie die Weltgesundheitsorganisation Depression definiert

    Unter dem Begriff “Weihnachtsdepression” kursiert gegenwärtig ein neues Schlagwort.


    Da ihm in vielfältigen Publikationen ein sehr unterschiedliches Maß an Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, ist der Stellenwert dieses Begriffs nur schwer einzuordnen. Im November bekamen Google-Nutzer auf Anhieb circa 500 Notationen auf den Bildschirm, wenn sie diesen Begriff eingaben. Damit scheint er fast zu einer neuen Krankheitskategorie mutiert zu sein, auch wenn er nicht ins offizielle Glossar der ICD-Kategorien aufgenommen wurde.

    Mit dieser von der Weltgesundheitsorganisation anerkannten „Internationalen Klassifikation psychischer Störungen“ hat die psychiatrische Zunft menschliches Erleben und Verhalten dann einzuordnen, wenn ein kommunikativer Bezugsrahmen für Behandlungsbedürftigkeit sinnvoll und die Legitimation für eine Behandlung im bestehenden Gesundheitssystem notwendig erscheint. Unter dem Schlagwort „Weihnachtsdepression“ lässt sich eine solche Behandlung also nicht beantragen.

    Ist „Weihnachtsdepression“ eine „echte“ Depression?


    Was ist nun unter „Weihnachtsdepression“ zu verstehen? Es ist nicht zu leugnen, dass eine depressive Gefühlslage Krankheitswert haben kann. Depressionen jeglicher Art umfassen das ganze Spektrum von Stimmungen und Verhaltensweisen wie Traurigkeit, Enttäuschung, Pessimismus, Gleichgültigkeit und negatives Selbstbild. Die oder der Betroffene erlebt Apathie und Veränderungen des Aktivitätsniveaus, Schlaf- und Appetitmangel und Verlust des Sexualitätsempfindens.

    Depressive Verstimmungen können temporär und jahreszeitlich bedingt auftreten, sowohl endogen als auch reaktiv durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst sein. Gefühle der Trauer nach einem erfahrenen Verlust sind allerdings von Depression abzugrenzen. Depressive Verstimmungen mit unterschiedlichem Ausprägungsgrad sind recht häufig.


    Von den fast 600 Studierenden, die im letzten Jahr die Psychologisch-Therapeutische Beratung für Studierende der Hochschulen Hannovers aufsuchten, wurden sie am dritthäufigsten als Vorstellungsgrund genannt, zumeist jedoch verbunden mit anderen persönlichen oder studienbedingten Problembereichen.

    Kennzeichen der „Weihnachtsdepression“ ist ihr Auslöser – Weihnachten. Mit den uns nun bevorstehenden Festtagen verbinden viele Menschen, gleich welchen Alters, Ansprüche an Harmonie und den Wunsch, die oftmals herbei gesehnte freie Zeit nicht einsam und allein, sondern mit Menschen möglichst der gleichen Wellenlänge konfliktfrei verbringen zu können.

    Wenn wir dann allerdings Studierende in den Blick nehmen, die sich in einer bestimmten Altersphase, der Postadoleszenz, befinden, so gehören zu dieser Statuspassage Entwicklungsaufgaben wie der Ablösungsprozess von der Familie sowie die Fähigkeit, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz auszupendeln. Dies ist eine schwierige (Lebens-)Aufgabe, nicht nur für junge Menschen.

    Ähnlich ist es mit dem Harmoniebedürfnis, der Hoffnung, insbesondere an den Feiertagen von Stress und Konflikten verschont zu sein. Die beste Prophylaxe dagegen ist ein ganzjähriger Blick auch auf das uns umgebende Konflikthafte. Und: mit der “echten” Depression hat die Weihnachtsdepression wenig zu tun.

    Ihnen eine gute Adventszeit als Chance zur Besinnung.


    Dr. Waltraud Freese, Psychologische Psychotherapeutin
    Psychologisch-Therapeutische Beratung für Studierende, Universität Hannover

    Quelle: http://www.uni-hannover.de/de/service/specials/2005-advent/11/
     
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