Stellt Euch vor, Ihr könntet in einer Zeitmaschine reisen. Zu welchen drei Ereignisse, Zeiten bzw. historischen Persönlichkeiten würdet ihr reisen? Hier meine Auswahl: 1. Altes Ägypten. Ich habe die Pyramiden, Kairo und das berühmte ägyptische Museum vor zwei Jahren besucht. Diese Epoche hat mich wahnsinnig fasziniert und ich würde gerne für kurze Zeit die Pharaoen und ihren Hofstaat erleben. 2. Jesus. Ich würde so gerne Jesus von Nazareth kennenlernen, um zu sehen, wie und wer er wirklich war. 3. Woodstock - ohne Worte -
1. Woodstock, is eh klar 2. Atlantis, um rauszufinden was wirklich dran ist 3. Zu meinem Vorfahr, der vor ein paar hundert Jahren als Raubritter und Wegelagerer gehenkt wurde, um einen Teil des geraubten Gutes so gut im Wald zu verstecken, dass ich es in der Gegenwart ausbuddeln könnte und nie mehr arbeiten müsste.
1. Woodstock / San Francisco 2. Jo, Jesus mal Hallo sagen wär auch net übel 3. Kaisserreich, zu Bismarcks Zeiten. Einfach mal aus Interesse
GARRY KILWORTH Auf nach Golgatha! Das Büro der Zeitreiseagentur war im dritten Zimmer eines der obersten Ausläufer des weitverzweigten Gebäudes untergebracht, und Simon Falk brauchte geraume Zeit, um die rosafarbenen Glastüren zu erreichen. Auf einer Tafel an der Außenseite stand zu lesen: PAN-PAUSCHALREISEN BIETEN IHNEN DAS AUSSERGEWÖHNLICHE! SIE HABEN DIE CHANCE, DER SCHLACHT VON MARATHON BEIZUWOHNEN, DEM ROSENKRIEG, DEM ERSTEN BEMANNTEN RAUMFLUG! OHNE JEDES PERSÖNLICHE RISIKO! Simon starrte eine Weile ins Innere des Raumes und trat dann - widerwillig, so schien es - ein. Augenblicklich glitt ein Angestellter des Reisebüros lautlos an seine Seite, die gefalteten Hände ehrerbietig dem Kunden entgegengehoben. Vielleicht betet er um Beistand von da oben, dachte Simon, um das potentielle Geschäft zu einem guten Abschluß zu bringen. »Kann ich Ihnen helfen, Sir?« Simon verschränkte seine eigenen Finger zum Ausgleich hinter seinem Rücken - und als zarten Hinweis darauf, daß er noch nicht entschlossen war. »Nur einige Prospekte, bitte. Darf ich welche mitnehmen, damit ich sie in ... äh, Ruhe studieren kann?« »Gewiß, Sir.« Die Finger lösten sich voneinander und begannen, mit der Routine eines erfahrenen Obstpflückers vielfarbig bedruckte Blätter aus den Regalen zu ziehen. »Wenn Sie und Ihre ...« »Familie«, fuhr Simon an seiner Stelle fort. »Richtig.« Die Worte kamen ordentlich und wohlgepflegt, auf die korrekte Länge zurechtgestutzt und voneinander durch Pausen genau jener Längen getrennt, die den optimalen Effekt ergaben. »Wenn Sie und Ihre Familie sich also entschieden haben«, fuhr er fort, »würde ich Sie um einen kurzen Anruf ersuchen, und wir werden das Arrangement zusammenstellen. Für die Buchung ist ein persönliches Erscheinen des Kunden nicht vonnöten ...« Simon wand sich verlegen. »Ich war gerade auf dem Heimweg - ich weiß, ich hätte die Prospekte auch mit der Post bestellen können, aber meine Frau ist schon so ungeduldig.« »Oh ja«, lächelte der Verkäufer seidenweich. »Hm, ich fürchte, die Krönung Elisabeth I. ist bereits ausgebucht, und für die Revolution auf dem Mars haben wir nur noch einige wenige Restplätze zu vergeben.« »Ich glaube nicht, daß uns diese Ereignisse allzusehr interessieren«, meinte Simon. »Das erste Mal, Sir?« »Ja. Um ehrlich zu sein, ja.« »Dann darf ich vielleicht die Plünderung Karthagos vorschlagen? Wir mischen uns unter die Händler und Prostituierten auf einem nahe gelegenen Hügel. Doch muß ich hinzufügen, daß dies nicht unbedingt das Richtige für Überempfindliche ist.« »Wird das nicht ein bißchen gefährlich?« fragte Simon. »Äh, nein, solange Sie sich an unsere Instruktionen halten.« Der Verkäufer wedelte schelmisch mit dem Finger. »Wir haben noch nie einen Kunden verloren!« Simon murmelte seinen Dank und rannte fast aus dem Raum. Er haßte diese hektischen Beutezüge, die den Ferien stets vorausgingen, aber er schuldete seiner Familie einen Urlaub, und sie würde ihn bekommen. Es mußte eine dieser Zeit-Pauschalreisen sein, denn einen Raumflug konnte er sich nicht leisten. Sonst gab es nichts. Die Erde war nur mehr ein massiver Block aus Ziegeln und Beton, aus dem baumartig verzweigte Gebäude üppig sprossen, und auf dem Meer wurden seine Kinder seekrank. Er verließ das Gebäude und winkte sich einen Gleiter heran, wobei er dem Gebläse der Luftreiniger auswich, als er das verflieste Flachdach überquerte, um einzusteigen. Mandy erwartete ihn an der Wohnungstür in der gleichen Gottesanbeterinnenpose wie der Mann im Reisebüro. »Hast du die Broschüren?« Er gab einen resignierten Seufzer von sich. »Ja, ich habe sie.« Sie griff nach dem Packen. »Wunderbar, laß sehen! Ach, schau doch nicht so deprimiert drein, du weißt, du hast noch jedesmal Spaß daran gehabt, wenn es soweit war. Eine Reise in der Zeit!« Sie preßte die Prospekte an ihre Brust. »Ich werde jede Minute davon genießen.« »Na, ich hoffe, deine Erwartungen werden auch erfüllt«, sagte Simon trocken. »Das alles wird recht teuer kommen, und das Geschäft geht nicht so gut, wie es sollte.« Während er den Satz zu Ende sprach, ging er zur Hausbar und goß sich einen Drink ein. »Pssst«, antwortete sie. »Ein Urlaub wird dir auch gut tun. Du wirst mit neuen Ideen und gut ausgeruht zurückkommen.« Sie blätterte in den Prospekten, die sie in der Hand hielt. »Wir nehmen nichts, was zu brutal ist-das könnte die Kinder zu sehr aufregen.« Simon knurrte. »Die Kinder würden nur so im Vergnügen schwelgen. Für James gibt's nichts Schöneres als Blut, und Julie sieht sich auch lieber einen Film über Raumkriege an als eine Ballettaufführung.« »Sei nicht zynisch, mein Lieber«, protestierte Mandy. »Jedenfalls ein Grund mehr, sie von hier wegzubringen. Alles, was sie heutzutage tun können, ist, auf den Dächern spielen.« »Alles, was sie tun können ...!« rief er und übertrieb den ungläubigen Tonfall. »Hatte ich einen unterirdischen Rummelplatz, noch dazu gratis, als ich ein kleiner Junge war? Hattest du ...« »Ach, fang nicht schon wieder damit an! Wann wirst du verstehen, daß Kinder nicht schätzen, was sie immer schon gehabt haben? Zeigen wir ihnen, wie Kinder in anderen Zeiten, in anderen Ländern lebten.« Mandy machte eine kurze Pause, ehe sie fortfuhr: »Das hätten wir ihnen längst schon zeigen müssen. Vielleicht sollten wir mit ihnen nach Sparta reisen. Wußtest du, daß man in Sparta die Kinder mit acht Jahren in Militärakademien gesteckt und sie vor die Alternative gestellt hat, sich ihr Essen entweder zusammenzustehlen oder zu verhungern? Das Verbrechen war, sich erwischen zu lassen. Ich frage mich, was unsere Kinder von dem Jungen halten würden, der lieber einen Fuchs an seinem Bauch nagen ließ, als seine Altvorderen entdecken zu lassen, daß er ihn gestohlen und unter seinem Gewand verborgen hatte?« Ihre blauen Augen suchten in seinem Gesicht nach einem Zeichen der Zustimmung. »Sie würden ihn vermutlich für einen verdammten Idioten halten, genau wie ich«, erwiderte Simon. Sie versuchte es nochmal. »Vielleicht sollten wir mit ihnen nach Rom reisen ...« »Oder nach Pompeji, einen Tag, bevor der Vesuv ausbricht, und sie dort lassen.« »Sei nicht ekelhaft. Was ist mit dem Heiligen Land ...?« »... zur Zeit der Kreuzzüge«, ergänzte der zwölfjährige James, der kauend aus der Küche kam. »Doch nicht vor dem Abendessen, James!« sagte seine Mutter vorwurfsvoll. »Vater und ich werden entscheiden, wohin wir reisen - geh und wasch dir die Hände. Wo ist Julie?« »Kommt gleich.« An diesem Abend saßen Simon und Mandy Falk beim Tisch, brüteten über Prospekten und stritten über Reiseziele, Preise und Jahreszahlen, bis die Eingangstür leise zu summen begann, was hieß, daß ihre engsten Freunde darauf warteten, eingelassen zu werden. Simon drückte auf den Knopf und einen Augenblick später traten Harry und Sarah Tolbutt ins Zimmer. »Hallo, hallo, schon wieder Urlaubszeit, was?« zirpte Harry und öffnete den Zipp seines Overalls. Simon lächelte und kratzte sich zwischen den Augenbrauen. »Jawohl! Und wir können uns einfach nicht entschließen, wohin wir reisen sollen - oder sollte ich wohl sagen: in welches Wann? Es ist reichlich verwirrend.« »Wenn ihr an eine Zeitreise denkt«, sagte Sarah, »warum kommt ihr dann nicht mit uns? Wir sehen uns die Kreuzigung an.« Sie warf den Kopf ein wenig zurück. »Die was?« riefen die Falks wie aus einem Mund. »Die Kreuzigung Jesu Christi«, antwortete Harry nonchalant. Er wurde ernst. »Wir sind der Meinung, daß die Kinder genau sehen sollen, was damals geschah, damit sie ein echtes Verständnis für Religion, und was sie bedeutet, entwickeln können. Ihr wißt ja, wie Kinder sind.« »Wir wissen es«, bestätigte Simon in hohlem Tonfall. Sarah sprach weiter. »Wenn sie genau verfolgen können, wie Jesus starb, um uns zu retten - oder unsere Seelen, oder was immer es war, das er gerettet hat -, könnte das einen tiefen Eindruck auf sie machen. Zumindest hoffen wir das.« Simon begann, die Drinks zu mixen. »Ist das nicht ein bißchen frevelhaft?« fragte er ruhig. »Ich meine, schließlich ...« Harry unterbrach ihn. »Nun, es kann schon sein, daß es, oberflächlich betrachtet, etwas voyeuristisch und blutrünstig aussieht, aber wenn man die richtige Einstellung dazu mitbringt, ist es schon in Ordnung, denke ich. Solange man nicht vergißt, weshalb man gekommen ist.« »Weißt du, das wollte ich auch gerade eben sagen, ehe ihr herüberkamt, nicht wahr, Simon?« sagte Mandy. »Jawohl, ich bin Gedankenleser.« Er zwinkerte Harry zu. Mandy ignorierte ihn. »Wir entfernen uns zu sehr von den Dingen auf die es wirklich ankommt im Leben. Wie Religion, zum Beispiel.« »In den letzten zehn Jahren hast du aber nie den Wunsch geäußert, zur Kirche gehen zu wollen«, spottete Simon. Mandy tat die Bemerkung mit einer wegwerfenden Handbewegung ab. »Das ist nicht wichtig«, erwiderte sie. »Ein Haufen alter Männer, die die heiligen Schriften herunterleiern, das ist nicht Religion. Ich möchte die Sache unverfälscht sehen. Ich finde, wir sollten das auch tun, Simon.« Und so wurde es von Mandy und Sarah beschlossen. Simon, seine Familie und seine besten Freunde würden eine Reise zur Kreuzigung unternehmen - im günstigen Pauschalangebot natürlich ... Die Firma PAN-Pauschalzeitreisen, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, hatte ihre Büros auf dem Southend High Square. Zum Einführungsvortrag nahmen die Falks mit den Tolbutts zusammen einen Gleiter, um am Fahrpreis zu sparen. Für die Jahreszeit war der Tag ungewöhnlich schön, und im Gleiter waren sie vor der frischen Meerbrise geschützt und verspürten eine wohlige Aufregung. Simon fühlte sich immer gut, wenn es der Sonne gelang, durch die Wolkenschicht zu dringen, und er sah, wie sich ihre Strahlen an der riesigen schwimmenden Plattform brachen, die die Raumschiffe hoch in den Himmel schickte. Er war noch nie im Weltraum gewesen; in seinem tiefsten Inneren war Simon Falk ein überzeugter Daheimhocker. Sie kamen zu der kleinen Vortragshalle und nahmen Platz. Simon sah sich um. »Eine ganze Menge Leute hier«, flüsterte er Harry zu. »Glaubst du, die gehören alle zu unserer Reisegesellschaft?« »Sie müssen dazugehören«, sagte Harry. »Es ist der einzige Einführungsvortrag heute.« »Darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten?« Ein junger, ernsthaft aussehender Geistlicher stand auf der kleinen Rednerbühne vor ihnen. Das Gemurmel erstarb. Der Vikar war ein kleiner Mann mit einer altmodischen Brille aus Glas. Die Geistlichkeit hatte ein Faible dafür. Die Gläser blitzten wie metallene Scheiben im Licht der Sonne, das in Streifen durch die Fenster an der Ostseite der Halle fiel. »Zuallererst heiße ich Sie bei PAN-Pauschalzeitreisen willkommen. Ich gehöre zu jenen Personen, die Sie auf Ihre Zeitreise vorbereiten sollen. Wir sind dazu da, Ihnen Informationen zu geben über das, was Sie auf Ihrer Reise erwartet, und Ihnen Ratschläge im Hinblick auf Ihr Verhalten zu liefern.« Er lächelte. »Wir legen keine fixen Vorschriften fest, aber es ist sehr wichtig, daß Sie wissen, wie Sie sich zu benehmen haben, denn auf dieser Tour - wie auch auf vielen anderen - werden Sie sich unter die Einheimischen mischen. Sie dürfen nicht auffallen -das ist die erste Regel.« Ein,zwei Hände schössen in die Höhe, aber der junge Priester winkte ab. »Ja, ich weiß, viele von Ihnen haben Fragen, aber ich muß Sie bitten, sich zu gedulden. Am Ende des Vertrags stehen wir Ihnen für die ausführliche Beantwortung all Ihrer Fragen zur Verfügung, von denen viele sich möglicherweise im Laufe meiner Ausführungen erübrigen. Sie dürfen nicht vergessen, wir haben das alles schon oft gemacht.« Er blickte auf und lächelte wieder. Ein Sonnenstrahl fiel auf seine linke Wange und bestrich sie mit heiligem Gold; das Publikum setzte sich in den weichen Sesseln bequem zurecht. »Vor Ihrer Abreise werden Sie alle mit der passenden Kleidung ausgestattet, und jeder einzelne von Ihnen wird unser Behandlungszimmer passieren, um ganz sicher zu gehen, daß Ihr äußeres Erscheinungsbild mit dem der Einheimischen harmoniert. Das ist ein absolut harmloser Vorgang, der nach Ihrer Heimkehr leicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Es geht einfach nicht an, daß hochgewachsene nordische Blondschöpfe herumstehen, wie schlecht verkleidete Wikinger bei einer Ramadanfeier. Einige Tage vor der Abreise werden Sie eingeladen, sich in unserem Sprachlabor einzufinden, wo Sie im Laufe eines Nachmittags nach dem Prinzip der Wissensinjektion das Hebräische erlernen. Wie Sie vielleicht wissen, wird die Kenntnis der Sprache nur etwa einen Monat anhalten und dann komplett aus Ihrem Gehirn verschwinden. Wir können das nicht in zwei, drei Stunden hineinstopfen und erwarten, daß es für immer drinnen bleibt - da wären wir ja alle schon Genies.« Er kicherte leise. »Kann ich ein römischer Soldat sein?« rief ein junger Mann mit rotfleckigem Gesicht hinter Simon. Der Geistliche hob streng einen Finger und wies den jungen Mann vorwurfsvoll zurecht: »Sir, ich habe Sie doch gebeten, alle Zwischenfragen zu unterlassen! Am Ende des Vertrags werden Sie dafür ausreichend Gelegenheit haben. Nichtsdestoweniger werde ich auf Ihre Frage antworten, weil ich Ihnen in Kürze sowieso erklären wollte, warum es für Sie wichtig ist, Hebräer darzustellen: Die Reisegesellschaft muß zusammenbleiben; ein, zwei römische Soldaten, die hinter Zivilisten hertapsen, würden nicht besonders glaubwürdig aussehen. Außerdem hat ein Angehöriger der Besatzungstruppen seine Verpflichtungen - er könnte, zum Beispiel, ganz plötzlich den Befehl bekommen, ins Lager zurückzukehren; seine Gürtelschnalle könnte nicht blank genug geputzt sein. Ein Soldat ist zu auffällig. Und abgesehen davon haben Soldaten ihre eigene Art, sich zu geben, haben gewisse typische Gesten und Phrasen - wir würden uns sicher verraten. Glauben Sie mir, wir müssen einfach als Zivilisten gehen.« »Ich mag kein Jude sein«, murmelte James. Simon stieß ihn mit dem Ellbogen an. Der Sprecher fuhr fort: »Nun, der letzte Teil meiner Ausführungen ist vielleicht der wichtigste - und ich hätte vollstes Verständnis dafür, wenn der eine oder andere von Ihnen sich danach entschließt, nicht weiter mitzumachen. Falls jemand diesen Wunsch hat, wird ihm - aber nur zu diesem Zeitpunkt, später nicht mehr! - die Anzahlungssumme rückerstattet. Also: Wenn ein Mitglied der Reisegesellschaft - aus welchem Grund auch immer - ins Gefängnis gerät, könnte es passieren, daß wir nicht in der Lage sind, ihn rechtzeitig wieder zu befreien, das heißt, bevor er auf einer Sklavengaleere landet oder den Löwen zum Fraß vorgeworfen wird.« Das Publikum scharrte laut mit den Füßen und begann erregt zu murmeln, und er wartete mit gebeugtem Kopf, bis es sich wieder beruhigt hatte. »Sie gehen absolut kein Risiko ein«, fuhr er fort, »wenn Siesich genau an unsere Anweisungen halten. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig das ist. Also: Sie kennen die Geschichte, Sie wissen, was geschehen ist, und wie es dazu kam. Wir werden an dem Tag ankommen, an dem Pilatus die Einwohner von Jerusalem vor die Wahl stellt, wen er freilassen soll, weil die Bürger anläßlich des Passahfestes die Erlaubnis haben, einen der Gefangenen zu begnadigen. Sobald die Menge anfängt, >Barabbas!< zu rufen - wir wissen, daß sie es tun wird -, dann müssen Sie mitschreien. Sie dürfen sich in keiner Weise von den anderen Leuten unterscheiden. Das ist lebensnotwendig. Sie müssen den Anschein erwecken, vollkommen im Einklang zu stehen mit dem Rest der Menge. Sie müssen Jesus Christus verhöhnen und die Fäuste schütteln, wenn er das Kreuz durch die Straßen schleppt. Denken Sie stets daran, daß die Ansiedlungen in jener Zeit nicht sehr groß waren, und wenn in einem solchen Fall ein Teil der Anwesenden schweigt und still bleibt, dann werden die übrigen sich fragen, weshalb, und anfangen, Fragen zu stellen. Und unter Streß würden Sie sich alle verraten - nicht, weil Sie Idioten sind, sondern weil Sie zu klug sind. Die Menschen waren sehr simpel zu jener Zeit. Sie folgten dem Beispiel der Anführer und härten jeden mit großem Mißtrauen betrachtet, der das nicht getan hätte. Unter psychischem Druck ist es aber viel schwieriger, schlicht und unkompliziert zu sprechen, also tun Sie, was ich Ihnen sage, und keiner von Ihnen wird in Gefahr sein. Es mag Ihnen geschmacklos erscheinen und Ihrer Natur zuwiderlaufen, aber es ist eine Notwendigkeit. Daher müssen Sie lachen, wenn die Tafel >Jesus von Nazareth, König der Juden< ans Kreuz genagelt wird. Diejenigen, die in Ehrfurcht erstarren, während die übrige Menschenmenge tanzt und lacht und johlt, werden durch ihr Schweigen nur die Aufmerksamkeit der anderen auf sich ziehen. Ich wiederhole, es ist nur für Ihre eigene Sicherheit. Und nun zu eventuellen Fragen, die Sie noch haben.« Die Predigt war zu Ende. Nur zwei Ehepaare (ohne Kinder) ersuchten um die Rückerstattung ihrer Anzahlung. »Wie konnten sie das nur tun?« fragte Julie wohl zum fünften Mal, unmittelbar vor der Abreise nach Jerusalem. »Wie konnten sie ihn nur kreuzigen? Sein eigenes Volk, dieselben Menschen, die ihm kurz zuvor zujubelten und Palmblätter vor die Füße streuten! Als wollte man jemanden mit einer Konfettischlacht feiern, ehe man ihn hängt!« »Soll's auch schon gegeben haben«, antwortete Simon. Nachdem ihr anfänglicher Widerstand gegen die Urlaubspläne geschwunden war, hatten sich die Kinder mit dem Gedanken daran abgefunden und begonnen, die Bibel zu studieren. »Vergeßt nicht, was der Mann gesagt hat - es waren sehr einfache Leute.« Simon war angenehm überrascht von Julie; sie ging mit den richtigen Vorsätzen auf diese Reise: nämlich, die Menschen studieren zu wollen, die Christus hingerichtet hatten, und ihre Motive zu analysieren. »Ich kann nicht glauben, daß sie gezwungen waren, das zu tun«, fuhr Julie fort. »Ich weiß zwar, daß Jesus sterben mußte, um uns vor der Erbsünde zu retten, aber ...« »Die ganze Menschheit ist schuld daran. Du mußt in allgemeineren Begriffen denken. Man kann nicht einzelnen Völkern, wie den Römern oder den Juden, die Schuld an seinem Tod geben.« »Na, ich finde trotzdem, daß es furchtbar war, wie sie ihn behandelt haben.« Ja, Simon hatte seine Freude an Julie. Bei James war er sich noch nicht so sicher. James war tiefschürfender als Julie und mußte eine Sache längere Zeit ausloten und erforschen, als ihm zur Verfügung gestanden war. Die Sache im Behandlungszimmer war schmerzlos, wie versprochen, und die Reise selbst beinahe das reine Vergnügen. Man hatte ein leichtes Schwindelgefühl dabei, aber wenn man die Augen geschlossen hielt, hatte man das Gefühl, daß man, sich endlos überschlagend, einen Abhang hinunterpurzelte. Eigentlich war gar nichts dabei. Als Simon die Augen wieder öffnete, saß er im warmen Sand neben einem schmalen Ziegenpfad. Die anderen befanden sich in denselben Stellungen, die sie im Zeitzimmer eingenommen hatten. Sie rappelten sich hoch und folgten dem Ziegenpfad in die Richtung des Städtchens, das von ferne in der Hitze schimmerte. Heiß drückte die Sonne auf den Nacken, und Simon umfaßte James, um ihn zu stützen. Keiner von ihnen war es gewöhnt, auf unebenem Boden, der noch dazu mit spitzen Steinen bedeckt war, zu wandern. Ein bißchen taten Simon die älteren Mitglieder der Reisegesellschaft leid. ..............
Der Reiseleiter betrat die Stadt als erster. Er war erkennbar an seinem verfilzten Haar, den zerlumpten Kleidern und dem Wanderstab, den er trug, aber niemand durfte ihn ansprechen, es sei denn in wirklicher Notlage. Es war ein langer Weg, und die rauhen Gewänder waren unangenehm. Einige der Kinder begannen schon über die Hitze zu klagen und über die wunden Stellen, die der Stoff der Kleider gerieben hatte; aber die Erwachsenen waren durchwegs in aufgeregter Stimmung. Zumindest sehen wir durch und durch echt aus, dachte Simon. Die Kittel und Sandalen waren tatsächlich echt - gekauft von einem Ausrüstungsfachmann des Reisebüros während einer früheren Reise. Auf Ersuchen des Veranstalters waren einige Leute barfuß unterwegs; ihre Fußsohlen waren im Behandlungszimmer gehärtet worden. Dennoch, dachte Simon, werden sie voller Wunden sein, wenn wir zurückkommen. Vermutlich rechnete das Reisebüro damit, daß die Besucher angesichts der Leiden Christi sich ihrer eigenen trivialen Wehwehchen bloß schämen würden. Ein Hund rannte zwischen ihren Füßen hin und her und bellte, als sie sich eine enge, staubige Straße hinunterschleppten. Ihr erstes Zusammentreffen mit einem Einheimischen ... Simon warf Mandy einen Blick zu. Ihre neuen braunen Augen strahlten ihn an, und auf eine gewisse zigeunerhafte Weise sah sie wunderschön aus. »Froh, daß du hier bist?« flüsterte sie auf Hebräisch. »Ich weiß es noch nicht«, antwortete er in aller Ehrlichkeit. Schließlich kamen sie zwischen einigen Lehmhäusern hindurch auf den Platz im Zentrum des Städtchens. »Gerade zur rechten Zeit«, sagte der Reiseleiter. »Verteilt euch alle.« Die Menschen standen dicht zusammengedrängt, aber Harry gelang es, am äußeren Rand der Menge ein Plätzchen zu ergattern. Ein großer, schlanker Mann mit intelligentem Gesicht sprach von den Stufen eines steinernen Gebäudes zu der Menschensammlung. Er sah gequält und krank aus und sprach Lateinisch. »Was sagt er?« flüsterte Simon Harry zu, der als Junge die klassischen Sprachen studiert hatte. »Er fordert uns auf, denjenigen auszuwählen, der freikommen soll«, antwortete Harry. »Du weißt schon, in der Bibel.« »Aha«, sagte Simon. Die Menge scharrte mit den Füßen, schwieg aber. Eine Fliege setzte sich auf Simons schwitzende Nase, und er jagte sie ungeduldig weg. Mein Gott, wie heiß es ist, dachte er. Der Römer wiederholte den vorangegangenen Satz, und plötzlich, als hätte er gerade eben die Frage verstanden, schrie James: »Barabbas!« mit hoher Stimme. Er hatte vor sich hingeträumt, und die Frage hatte ihn, wie so viele lateinische Fragen in der Schule, einfach überrumpelt. Der Klang seiner Stimme hallte über den ausgedörrten Platz, und James sah ein bißchen erschreckt aus ob seines Ausbruchs. Dann begann die Menschenmenge zu murmeln, und bald schrien alle: »Barabbas! Barabbas!« Simon verspürte Erleichterung, als das Gebrüll begann. Der Aufschrei seines Sohnes hatte ihn bestürzt, und er fürchtete, daß dadurch die Aufmerksamkeit auf sie alle gelenkt werden könnte. Aber niemand sah herüber. »Warum hast du das gemacht?« zischte er in das allgemeine Geschrei hinein. James war nervös und angespannt. »Es tut mir leid, ich dachte, wir sollten das tun. Der da vorn hat uns gefragt - und der Mann vom Reisebüro sagte ... Ich weiß nicht.« »Macht ja nichts«, mischte sich Harry ein. »Es wäre sowieso geschehen. Du hast bloß zu früh angefangen, das ist alles. Aber tu es nicht wieder, sonst kriegen wir noch Schwierigkeiten.« James sah niedergeschlagen drein, und Simon beließ es dabei. Sinnlos, eine Szene daraus zu machen - was geschehen war, war geschehen. Etwa eine Stunde lang standen sie auf dem Platz, wobei keiner von ihnen ganz sicher war, was eigentlich vor sich ging, und dann verkündete Julie, ihr sei schlecht. Simon und Mandy gingen mit ihr hinter eines der strohgedeckten Häuser, nachdem sie James bei Harry und Sarah und deren Kinder gelassen hatten. »Das muß die Hitze sein«, meinte Mandy nach einer Weile. »Mir macht sie auch ein bißchen zu schaffen. Können wir uns nicht irgendwo in den Schatten setzen?« Sie blickte die enge Straße hinunter, aber kein Platz war zu sehen, an dem man sich hätte ausruhen können. Dann kam ihr eine Idee; sie ging zu einem der Häuser hinüber und blickte durch die Türöffnung ins Innere. Auf Stühlen in der Mitte des Raumes saß eine hebräische Familie mit gefalteten Händen. Fragend hob der älteste Mann der Gruppe die Augen. In der Tür war es kühl, aber es war ganz offensichtlich, daß Mandy sich in eine sehr private Angelegenheit drängte. »Verzeihung«, sagte sie und trat zurück auf die Straße. Die Hitze drang vom Boden durch die Sohlen ihrer Sandalen, und sie ging weiter zum Nachbarhaus, in dem sich auch Leute befanden, genauso wie im nächsten und übernächsten. Sie kehrte zurück zu Simon und Julie. »Das ist komisch«, flüsterte sie Simon zu, als sie neben ihm stand. »In allen Häusern sind Menschen.« »Und?« sagte Simon in gereiztem Tonfall. »Na, man würde doch annehmen, daß sie an einem Tag wie heute draußen sein würden! Warum sehen sie nicht zu, wie Christus sein Kreuz durch die Straßen zieht? Die anderen Einwohner tun das ja auch!« »Vielleicht sind sie ...Was weiß ich. Worauf willst du hinaus?« Er sah nachdenklich drein. »Eigentlich hast du recht. Sehen wir uns noch ein paar Häuser an.« Sie gingen von Haus zu Haus, durch Dutzende Straßen, blickten durch Türöffnungen, lügten zwischen Vorhängen hindurch, bis sie sicher waren, einen großen Teil des Städtchens gesehen zu haben. Genug, um zu erkennen, daß irgend etwas ganz und gar nicht stimmte. Was es war, das nicht stimmte, begann Simon rasch zu dämmern, und wie sehr auch sein Hirn versuchte, den schrecklichen Gedanken zurückzuweisen oder Ausreden zu erfinden - der Gedanke blieb. Julie folgte ihren aufgeregten Eltern, verständnislos und offensichtlich unter Übelkeit leidend. »Ich möchte etwas zu trinken«, klagte sie schließlich. »Hier kannst du nichts haben«, sagte Mandy kurz angebunden. »Das Wasser hier darf man nicht trinken. Es enthält alle möglichen Bakterien.« »Diese Leute sehen doch alle ganz gesund aus«, maulte sie, stieß aber auf taube Ohren. Simon spürte, wie ein heißer Lufthauch über sein Gesicht strich. Seine Augen waren gerötet, der Mund fühlte sich trocken an, und zwischen seinen Zehen mischten sich Staub und Schweiß zu einem schmierigen Brei. Das körperliche Unbehagen jedoch war gar nichts, verglichen mit der psychischen Anspannung. Er hatte große Angst. »Kommt es dir nicht auch seltsam vor, daß die Menschenmenge so riesig war?« fragte er, während er sich mit dem Ärmel über die Stirn wischte. Mandys Stimme klang mühsam beherrscht. »Nun, auch andere Zeitreiseagenturen haben ein paar Leute hergebracht -PAN ist ja nicht die einzige.« Simon zitterte jetzt deutlich. »Es gibt Dutzende Agenturen!« rief er. »Und alle echten Einwohner dieses Ortes sind in ihren Häusern und beten! Schnell, wir müssen Harry und die anderen finden!« Simon packte Julie und setzte sie auf seine Schultern. Sie rannten durch die Straßen, während der Schweiß von ihren Brauen troff, und das Salz zusammen mit dem Staub in ihren Augen brannte. In der Ferne hörten sie die Menge singen und höhnen; sie hörten aufbrandendes Gelächter und schrilles Pfeifen. Es war ein häßlicher, furchteinflößendes Geräusch, wie das Quieken von Affen, wenn der Löwe unter ihren Bäumen umherstreicht. Es war das verlegene Lachen von Hyänen, die in sicherer Entfernung um die Höhle des Löwen schleichen, während seine Lordschaft sorglos in der warmen Sonne badet. Dann plötzlich Stille. Simon verlangsamte seine Schritte und schnappte nach Luft. Er sah die Furche, die das Ende des Kreuzes auf dem Boden gezogen hatte, und die in der Ferne verschwand. Ein Schauder schüttelte ihn. »Mein Gott!« schluchzte er, zu seiner Frau gewandt. »Wir haben ihn umgebracht!« Im Laufen verlor er eine Sandale, aber er ignorierte es. Er spürte keinen der scharfen Steine, die ihn in Fußsohle und Ferse schnitten. Mandy und Simon stolperten weiter, folgten der inhaltsschweren Linie im Staub, bis sie die Menschenansammlung erreichten. Alle Gesichter waren in eine Richtung gewandt und trugen den Ausdruck betroffenen, erschrockenen Mitleids. Simon wagte nicht, zu den Kreuzen zu blicken. Er wußte, er würde das Bewußtsein verlieren, wenn er es tat; es war genug, daß er ihre Umrisse aus dem Augenwinkel gesehen hatte. Sie fanden Harry und Sarah und die Kinder am Rand der Menge, so still und aufmerksam wie die anderen. Sarah hatte weiße Flecken auf den Wangen, und Harrys Mund stand halb offen. »Harry«, würgte Simon heraus, so hastig, wie seine Gefühlsregungen es erlaubten. »Harry, wir müssen ihn da herunterholen!« Harrys betäubtes Denkvermögen brauchte eine Weile, ehe es die Tatsache registrierte, daß Simon wieder bei ihnen war. Er wandte die Augen jedoch nicht von dem Mann ab, der auf dem mittleren Kreuz hing. Er leckte sich über die Lippen und antwortete hilflos: »Kann man nicht machen, Simon. Es muß geschehen, du weißt das. So ist es nun mal, aber, meine Güte, ich wollte, wir wären nie hergekommen. Er hat mich angeschaut, verstehst du! Ich werde seine Augen mein ganzes Leben lang nicht vergessen. Sie waren so ...« - er unterbrach sich, um nach einem Wort zu suchen - «... so tief.« Simon war außer sich. »Harry. Harry! Schau dir die Menschen an! Schau dich um! Das sind keine Juden! Keine Einheimischen! Hier sind nur wir, die Touristen! Erkennst du die Ungeheuerlichkeit dessen, was wir getan haben? Die ganze Schuld der Menschheit liegt auf unseren Schultern!« Er schluchzte wild auf. »Wir haben den Sohn Gottes ans Kreuz geschlagen, und wir werden es bei der nächsten Reise wieder tun, und bei der nächsten und bei der nächsten ...« »Immer und immer wieder, bis in Ewigkeit, Amen«, vollendete Harry den Satz in Demut. Originaltitel: »Let's Co to Golgatha« Copyright ® 7975 fay Carry Kilworth Aus dem Englischen übersetzt von Biggy Winter
Dies ist ein Gerät, das Zeit-Reisen ermöglicht. Der zentrale Teil der Einheit besteht aus 2 Rahmen-Antennen, die im Winkel von 90 Grad zueinander angeordnet sind. Jeder Rahmen hat ungefähr 2 Meter im Durchmesser. Die Antennen können aus einem Rohr von ungefähr 10 cm Durchmesser bestehen. Das Rohr muß supraleitfähig sein. Innerhalb des Rohres befindet sich flüssiges Helium für die Supra-Leitfähigkeit. Die Steuer-Einheit der Maschine besteht aus einem Sinus-Generator, der von 1 Hz bis 1 000 MHz abstimmbar ist. Das Signal dieses Generators wird etwas verstärkt, bevor es zu einem Phasen-Schieber geleitet wird. Dieser verschiebt die Phase des Signals um 90 Grad. Der Phasen-Schieber ist unabhängig von der Frequenz des Inputs. Die Phase wird sowohl für Input von 1 Hz als auch für 1000 MHz jeweils um 90 Grad verschoben. Das Input-Signal wird unmittelbar vor dem Phasen-Schieber aufgespalten, sodaß ein Teil unverändert bleibt und der andere Teil um 90 Grad verschoben wird. Nach dem Phasen-Schieber wird das Signal von 2 linearen Verstärkern auf 100 000 Watt je Kanal verstärkt. Danach werden die zwei Kanäle jeweils in eine der Rahmen-Antennen eingespeist. Das Signal in einer der Rahmen-Antennen hat immer eine Phasen-Differenz von 90 Grad zur anderen Rahmen-Antenne. ANWENDUNG: Der Generator wird auf 1 Hz eingestellt und die Maschine wird eingeschaltet. Eine Kompass-Nadel in der Mitte der Maschine beginnt sich langsam zu drehen. Innerhalb und um das Antennen-System herum wird ein kraftvolles sich drehendes magnetisches Feld aufgebaut. Bei höherer Generator-Frequenz dreht sich das magnetische Feld schneller. Etwa 2 Meter von den Antennen entfernt werden einige Stühle in einem Kreis um das Antennen-System herum angeordnet wo die Zeit-Reisenden sitzen. Die Generator-Frequenz wird jetzt allmählich erhöht, bis die Geschwindigkeit des sich drehenden Magnet-Feldes in die Nähe der Licht-Geschwindigkeit kommt. Wenn die richtigen Bedingungen (ätherisch/astral) vorherrschen, wird die Zeit für die auf den Stühlen sitzenden Personen jetzt langsamer ablaufen, verglichen mit denen, die sich außerhalb des Kraft-Feldes befinden. Von den Stühlen aus gesehen läuft die Zeit zwischen jedem Stuhl normal weiter. Ebenso wird die Uhr der Zeit-Reisenden normal laufen. Sie sehen die Uhr auf der Wand außerhalb des Kraft-Feldes schnell in die Zukunft laufen. Je mehr sich die Geschwindigkeit des sich drehenden magnetischen Feldes der Licht-Geschwindigkeit nähert, desto schneller bewegen sich die Zeit-Reisenden in die Zukunft. Wenn die Geschwindigkeit des magnetischen Feldes gleich der Licht-Geschwindigkeit ist, friert die Zeit ein, von außerhalb des Magnet-Feldes gesehen. Gesehen aus der Sicht der Zeit-Reisenden bewegen sie sich unendlich schnell in die Zukunft - sie sind nicht mehr in der Lage, die Welt außerhalb des Magnet-Feldes mit ihren Sinnen zu erfassen, die Zeit bleibt für sie stehen. Wenn man die Frequenz weiter erhöht, wird die Geschwindigkeit des sich drehenden Magnet-Feldes größer als die Licht-Geschwindigkeit. Die Zeit, die auf den Stühlen erfahren wird, läuft dann rückwärts, man sieht die Uhr an der Wand außerhalb des Magnet-Feldes sich rückwärts bewegen. Zeit-Reisende reisen jetzt zurück in der Zeit. Bei Licht-Geschwindigkeit bewegen sich Reisende endlos schnell in die Zukunft und die Vergangenheit zur gleichen Zeit. Das Resultat ist, daß die Zeit bei dieser Geschwindigkeit einfriert. Bei einer höheren Frequenz werden sie langsam in die Vergangenheit reisen. Wenn die Geschwindigkeit des Magnet-Feldes sich der Licht-Geschwindigkeit von oberhalb nähert, reisen die Zeit-Reisenden schneller in die Vergangenheit. Bei Rotation des Magnet-Feldes mit Licht-Geschwindigkeit ist die Zeit für Personen innerhalb des Kraft-Feldes eingefroren und diese können nichts registrieren. Für eine außerhalb stehende Person, die in das Kraft-Feld hineinsieht, sieht es aus wie das Betrachten eines eingefrorenen Hologramms. Wenn jemand von außerhalb versucht, das Magnet-Feld in diesem Zustand zu berühren, scheint es härter als Stahl zu sein. Die äußere Person wird in diesem Zustand das Kraft-Feld nicht durchdringen können, das jetzt wie eine unendlich starke Panzerung wirkt. Wenn man einen Uhr in das Kraft-Feld setzt, beobachtet eine äußere Person folgendes: Bei 1 Hz läuft die Uhr normal. Wenn die Frequenz den untersten Teil des VHF-Bandes (oberhalb 30 MHz) erreicht, scheint die Uhr langsamer zu gehen. Im obersten Bereich des VHF-Bandes (bei ungefähr 300 MHz) bleibt die Uhr vollständig stehen. Im unteren Teil des UHF-Bandes (von 400 MHz an) fängt die Uhr an, langsam rückwärts zu gehen. Bei 1000 MHz geht der Uhr ungefähr mit normaler Geschwindigkeit rückwärts. Es ist möglich, die Funktion der Maschine mittels Injektion modulierter Orgon-Energie herzustellen.
Deinen Text kenn ich schon, hab selten so gelacht. Vor allem dieser letzte Satz fasziniert mich ungemein
Ich war letztes Wochenende auf einer Party, wo sich folgende hitzige Diskussion ergab: wenn du eine ZEITREISE zu Hitler (vor 1933) machen könntest. Du wärst unsichtbar, dir kann nichts geschehen und du bist bewaffnet. Würdest du ihn (abgesehen davon, dass wir alle wissen, dass töten Scheiße ist) töten?
Das ist eine spannende Frage - aber eigentlich halte ich von "Was wäre wenn" nichts. Die Sache ist ja schließlich gelaufen. Und wir sind HIER und JETZT. Oder nicht? *fragend schau* (Vielleicht sind wir ja doch nur in der Matrix???) *zwinker*
Das funktioniert sowieso nicht, wenn Dir in der Gegenwart bekannt ist, was Hitler nach 1933 gemacht hat, und dieses Wissen der Auslöser dafür ist, zurück zu fahren, kannst Du ihn niemals erfolgreich vor 1933 erledigt haben, denn dann wüsstest Du ja in der Gegenwart gar nichts über Hitler nach 1933 und würdest erst gar nicht den Wunsch verspüren, die Geschichte zu korrigieren. Hier die theoretischen Grundlagen: 1. Axiom der Zeittheorie: Alle bekannten normaldimensionalen Erscheinungsformen/Ereignisse haben ihren Ursprung in entsprechenden hyperdimensionalen Existenzwahrscheinlichkeiten (vergl. Masse/Energie mit Hyperbarie). Sie werden als Interferenzmuster wahrgenommen. Jede Zeitebene des Universums wird durch eine Wahrscheinlichkeitsfunktion der Existenz von Interferenzmustern definiert. Sie wird im folgenden charakteristische Interferenzwahrscheinlichkeit genannt. Sie ist die Summe der Aufendhaltswahrscheinlichkeiten aller Interferenzmuster aller Objekte des zugehörigen Universums in dieser Zeitebene und definiert so den jeweiligen Zustand dieser Zeitebene. Verbindet man bei mehrere Zeitebenen (also über eine gewisse Zeitdauer) die Orte, an dem sich ein bestimmtes Objekt (die kann ein Quark, eine Lichtwelle oder eine Galaxis sein) aufhält, so bildet sich eine sogenannte Weltlinie dieses Objektes. Die Zeitachse oder der Zeitpfeil stellt die Bezugslinie dar, auf der die Zeitebenen angeordnet werden können. Ihre positive Richtung ist kausal, d.h. zukunftsgerichtet. Die Zeitlinie hingegen ist als die Abfolge der Zeitebenen bzw. der charakteristischen Interferenzwahrscheinlichkeiten definiert (allgemein ausgedrückt als die veränderliche Zukunft oder auch Verlauf der Summe aller Weltlinien). 2. Axiom der Zeittheorie: Die hyperdimensionale Entsprechung der Zeitlinie bzw. der Aufsummierung der charakteristischen Interferenzwahrscheinlichkeiten entlang der Zeitachse entspricht einer neuen Dimension der Hyperfelder, die Hypersexta-Halbspur.Die Hypersexta-Halbspur den entspricht den Ereignisabläufen im Raumzeitkontinuum ( also der Zeitlinie), sie ist das "Transportmedium" der Zeitreisenden und entspricht einem gemischten Quantenzustand der ON-und NOON-Hyperquanten (hyperphysikalisches Äquivalent zur sog. Lebensenergie bzw. Intelligenzgrad). ON- und NOON-Hyperquanten sind Bestandteile des oberen hyperenergetischen Spektrums. In den unteren Bereich dieses Spektrums liegen aber die Hyperäquivalente der vorher als 5. Dimension bekannten Kräfte (Hyperelektromagnetik, -gravitation,- starke Kraft, -schwache Kraft). Anscheinend unterscheiden sich die Quanten nicht grundsätzlich durch ihre Dimension, sondern besser ausgedrückt durch ihre energetisches Potential. So kann man sagen, daß alle Vorgänge, die als 6-dimensional zugehörig bezeichnet wurden, ihre Lage im Spektrum oberhalb von 1014 Hef bzw. 7,214 * 1015 Kl einnehmen. In diesen Bereichen des SHF-Bandes nimmt die Reichweitenbegrenzung der Hyperstrahlung drastisch zu. Dies ist auf die Tatsache zurück zuführen, daß die Hyperquanten in diesen Bereichen durch hochenergetischen Randbedingungen neue Potentialzustände einnehmen. Erlaubten die bisherigen energetischen Zustände unterhalb 1014 Hef nur 5 Freiheitgrade der Hyperquanten: 3 Raumkoordinaten 1 Zeitkoordinate 1 Strangenesskoordinate (nach Hamiller) oder Dimensionsgitterkonstante (nach Kalup), so kommt nun ein sechster neu hinzu: Sextabezugsfrequenz oder Zeitlinienäquivalent (entsprechend dem 2. Axiom der Zeittheorie). Es stellt sich heraus, daß sowohl für eine örtliche (Pedotranserierung) wie auch eine temporale Verschiebung (Zeitmaschine) die Sextabezugsfrequenz genutzt werden muß. Die Transferierung nutzt die Intensität dieser "Dimension", während die temporale Bewegung auf die eigentliche Frequenz angewiesen ist. Nun kann einem Hyperereignisses auch auch eine Position auf der Zeitlinie zugewiesen werden! Mit anderen Worten: nun ist es möglich, auf einer bestimmten Zeitebene ein bestimmtes Ereignis /Interferenzmuster zu schaffen. Eine Versetzung in der Zeit entspricht so a) der Auslöschung des Interferenzmusters in der "Start-Zeitebene" und b) der Generierung des Interferenzmusters in der "Ziel-Zeitebene". Nullfeld Es stellt sich das Problem der praktischen Nutzung. Wie kann ein Objekt auf die Hypersexta-Halbspur gelangen? Dazu muß, wie auch bei anderen bekannten übergeordneten Kontinua, das Objekt abgeschirmt werden. Dies geschieht mittels des sogenannten Nullfeldes. Der Begriff "Null-" leitet sich aus den zwei Eigenschaften des Feldes her: Neutralisierung der eingehüllten Objekte gegen äußere Einflüsse und kein Besitz normalenergetisch äquivalenter Eigenschaften. Ein Nullfeld ist ein geschlossenes modifiziertes Hyperfeld aus dem Spektrum der Hypergravitation. Die Modifizierung betrifft den Quantenzustand der Hyperbarie. Diese werden in den SHF-Bereich des Spektrums transformiert. Eine Eigenschaft des Nullfeldes ist die Konservierung der eingelagerten Interferenzmuster bzw. deren Abschirmung vor äußeren Einflüssen. Nullfelder existieren auf zwei Arten: absolute Nullfelder angereicherte Hyperfelder oder Nullfeldabstrakte Nur absolute Nullfelder können sich zeitlich auf der Hypersexta-Halbspur bewegen. Sie besitzen den dazu notwendigen Freiheitsgrad und speichern deswegen neben dem eigentlichen Interferenzmuster des Objektes auch Informationen über seine aktuelle Zeitebene. Sie haben das Bestreben, sich bei Umpolung einer zur gewählten charakteristischen Interferenzwahrscheinlichkeit passenden Zeitebene anzulagern. Angereicherte Hyperfelder speichern nur die grundlegenden Interferenzmuster. Zeitreisemöglichkeiten Kann nun ein Objekt beliebig in der Zeit reisen? Die Antwort ist ein klares Nein. Durch die Generierung eines absoluten Nullfeldes werden alle individuellen Interferenzmuster aller eingeschlossenen Objekte (Zeitmaschine, Besatzung, Materialien, Geräte etc.) konserviert. Den Startzeitpunkt nennt man "Relativgegenwart. Das Nullfeld wird durch Justierung (Festlegung einer charakteristischen Interferenzwahrscheinlichkeit) zu einem Gegenpol der angepeilten Zeitebene und von der aktuellen Zeitebene abgestoßen. Das eingeschlossene Objekt bewegt sich nun auf der Hypersexta-Halbspur "rückwärts" bis zur voreingestellten passenden Zeitebene, der "Relativ-Vergangenheit". Es gilt das temporale Größenkriterium: es können nur Zeitebenen erreicht werden, deren ÜBSEF gleich oder kleiner als die der Startzeit ist. Für einen Betrachter in dieser "Relativ-Vergangenheit" erscheint nun das Objekt "aus dem Nichts". Tatsächlich wird sein Interferenzmuster wegen der zeitlosen Existenz seiner hyperenergetischen Möglichkeit (akausales Strukturprinzip) in diesem Augenblick aus dem Puffer des Nullfeldes heraus generiert. Während der Reise entstehen in der Zeitmaschine separate Zeitebenen. Deren Interferenzwahrscheinlichkeiten werden ebenfalls konserviert. Sie werden für die Rückreise genutzt. Für die Rückreise wird das Nullfeld umgepolt und zum Gegenpol der "Relativgegenwart" und von dieser Zeitebene angezogen. Eine Weiterreise über die Start-Gegenwartsebene ist prinzipiell nur so lange möglich, wie Interferenzwahrscheinlichkeiten zur Startwahrscheinlichkeit aufaddiert werden können. Für einen Beobachter in der Relativ-Gegenwart verstreicht also genau soviel Expeditionszeit wie für die Zeitmaschinencrew. Darüber hinaus ist eine Weiterreise in eine Relativ-Zukunft realisierbar, jedoch keine Rematerialisation aus der Bedingung des temporalen Größenkriteriums. Anders ausgedrückt ist der Quantenzustand hinsichtlich der Interferenzwahrscheinlichkeiten noch unbestimmt (dieser Bereich wird auch als Labilzone bezeichnet, siehe ATG-Feld). Das Objekt kann also entweder auf der Halbspur verschollen gehen (Abspaltung der separaten Zeitebenen), in seiner Relativ-Gegenwart materialisieren (wiederum durch eine Generierung der Interferenzmuster) oder durch eine spezielle Pendelschaltung eine bestimmte Distanz zu seiner Relativ-Gegenwart in der Relativ-Zukunft zu halten, um eine Abspaltung der Zeitebenen zu vermeiden (Prinzip des ATG-Feldes, dazu sind jedoch bestimmte Abschirmungen erforderlich). Zusammenfassung: Zeitreisen mit vollständiger Materialisation in den jeweiligen Zeitebenen sind nur in die relative Vergangenheit der ersten Start-Gegenwart der Maschine möglich. Bei der Rückkehr erfolgt die Materialisation bei der durch Aufaddition der separaten Zeitebenen zur Start-Ebene entstandenen Zeitebene. Die Konservierung der Interferenzmuster erfolgt durch ein absolutes Nullfeld.
ich glaub, da gibts so einen Film, den man "The Last Supper" oder so genannt hat. Ich glaub da gehts auch um diese Frage. Kennt den Film jemand?
The Last supper ist der englische Namen von Leonardo da Vincis Abendmahl. Wen das dieser Film ist, kenn ich ihn noch nicht, aber danke für den Tip, ich steh auf solche Filme.
also ich möchte zum kaiser, würde bismark nicht aus dem amthebeln, und das deutsche reich zu ruhm und ehren führen ...... jaja das wäre es
ich würde schiessen *********** definitiv .. mitten zwischen die augen, ganz zärtlich, jeder der dies net tut wäre ein vaterlandsverräter ...(diskussion mal wieder anregen hier ....) das wäre wie ein revoluzzzzzer der die revolution verschläft
ahso. ein vaterlandsverräter? ist das jetzt nicht ein bißchen flach? Das klingt ja so, als ob das alles nur an Hitler lag - und wenn man den beiseite räumt, das ganze gelöst wäre. Komisch nur, dass die Menschen massenweise mitgemacht oder zumindest weggesehen haben. da hätte ja dann nur ein anderer kommen müssen und hätte ähnliches anstossen können. das feld dazu war ja bereitet: die stimmung war nationalistisch bis völkisch geprägt, rassistisches gedankengut breitete sich aus. ob die demokratie-orientierten kräfte aber ausgereicht hätten, um damit klar zu kommen, das sei mal dahingestellt. Und noch eins: kann es sein, dass man - um ein vermeintliches konstrukt wie das vaterland nicht zu verraten - zum mörder werden muss? wie soll das angehen? er ist schließlich ein mensch wie jeder andere auch. woher nimmst Du also das Recht? daher, dass Du verhindern willst, was er bis jetzt noch gar nicht getan hat? das hätte ja vor keinem gericht bestand. und vor Dir?