Gerade gelesen bei Tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3847540_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html): CDU-Politiker fordern: Eidespflicht für Neubürger das Abspielen der Nationalhymne bei Abiturfeiern, da: "Über Jahrzehnte sei der deutschen Bevölkerung seitens der deutschen Linken förmlich untersagt worden, Nationalstolz zu entwickeln, ohne dass gleichzeitig der Vorwurf eines Nationalismus im Raume stand..." (Christoph Böhr, CDU) deutsche Sprache lernen, Kinder am besten vor der Grundschule Akzeptieren der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Über die Punkte kann man ja z.T. noch diskutieren - z.B. das mit der Hymne. Aber der Hammer war das letzte Zitat von Edmund Stoiber. Es heißt in dem Artikel: "Wer die in Deutschland geltenden Wertmaßstäbe nicht akzeptieren könne, habe sich das falsche Land ausgesucht. Die Deutschen sollten stolz sein, in einem 'durch und durch europäisch und christlich geprägten Land' zu leben." Alles klar?!
also ich würde es gut finden wenn jeder sich zur verfassung bekennt. manchmal denke ich das man die integration auch ein wenig erzwingen muss. ob die nationalhymne zur abifeier das passende ist denke ich nicht. schillers ode an die freude halte ich für passender . ich finde wir sollten uns zu unserem land bekennen. vorallem sollten wir unsere grossväter nicht verachten. ich finde dies tut man damit indirekt. aber vielleicht stehe ich da einwenig zu weit rechts ..... f
Wer die in Deutschland geltenden Wertmaßstäbe nicht akzeptieren könne, habe sich das falsche Land ausgesucht. Die Deutschen sollten stolz sein, in einem 'durch und durch europäisch und christlich geprägten Land' zu leben ich finde die verfassung steht über dem glauben ...! es ist krass formuliert und sicherlich darf man es nicht laut sagen. aber es stimmt. und abgesehen von unseren koruppten politikern ist kein land hinsichtlich sozial politik und demokratie so gut organisiert. es gibt wenig länder mit unseren freiheiten. man vergisst immer wie gut es uns in deutschland geht. wir können stolz sein. stolz auf die demokratie zb .... stolz auf die verfassung, auch wenn sie diktiert wurde ...... ich finde wirklich wir müssen aus dieser doppelmoral herauskommen (walser sprach "moralkeule") .... die linke darf langsam einen gesundes national bewußtsein wieder aufkommen lassen. in welchem das dritte reich ein fester bestandteil der mahnung ist.
dass die verfassung in einem rechtsstaat wie dem unseren über einer religion - sei sie nun christentum, islam oder sonst was - steht, sehe ich genauso. das finde ich weder krass noch zu konservativ oder sowas. einen eid auf die verfassung - das kann man aus dieser sicht auf alle fälle diskutieren. zumindest eine anerkennung der grundregeln unserer gesellschft - der rechte wie pflichten - ist sicher nicht verkehrt. aber das mit der nationalhymne zum abi, das kann ich nun wirklich nicht teilen. warum denn dann nur zum abi und nicht zum hauptschulabschluss? oder hat die vermeitliche elite das besonders nötig, weil sie den herrn von der CDU zu weit links steht? die großväter - das ist auch ein interessantes thema. ich denke schon, dass man die uns vorangegangenen generationen würdig sollte, egal wie kritisch man sie sieht. das muss irgendwie zusammenkommen (können). ob man dürfen einen begriff wie nationalbewußtsein braucht - das würde ich alledings nicht sofort behaupten. was mich nur besonders stört ist eben der Ausspruch Stoibers. stolz darauf zu sein, in einem durch und durch europäisch geprägten land zu leben, das ist okay. aber "durch und durch christlich"? das geht mir bei aller toleranz und respekt vor dem glauben anderer leute einfach zu weit. zumal ich diese aussage dann doch für übertrieben halte - wenn man von bayern mal absieht.
Eidespflicht für Neubürger Ich halte einen Eid eigentlich eher für eine Symbolische Geste. Jemand der sich an die Verfassung hält, tut dies auch ohne eid, Jemand der vor hat gegen die Verfassung zu wirken, tut dies auch mit eid. Und Eid hin oder her, verfassungswirdrige menschen kann man auch so dafür zur rechenschaft ziehen. das Abspielen der Nationalhymne bei Abiturfeiern, da: "Über Jahrzehnte sei der deutschen Bevölkerung seitens der deutschen Linken förmlich untersagt worden, Nationalstolz zu entwickeln, ohne dass gleichzeitig der Vorwurf eines Nationalismus im Raume stand..." (Christoph Böhr, CDU) das ist einfach absolut lächerlich. deutsche Sprache lernen, Kinder am besten vor der Grundschule halte ich für absolut sinnvoll. Ich glaube, daß es absolut wichtig ist, mit den menschen mit denen man in einem Land lebt, kommunizieren zu können. Akzeptieren der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Ich finde es absolut komisch, daß menschen aus Ländern wie der Türkei, oder Tunesien, wo das Kopftuch tragen mittlerweile extrem unüblich und in vielen Bereichen sogar mittlerweile verboten ist, hier in Deutschland kopftücher tragen......... Ich finde integration absolut wichtig, die frage ist nur wie weit integration geht und was sie bedeutet. Für mich bedeutet es in erster Linie, daß man achtung hat. Achtung vor "Fremden", aber die "Fremden" auch vor uns. Und es gibt sicherlich hunderte von Beispielen die beweisen dass diese achtung von beiden seiten nicht überall gegeben ist.
auch wenn ich mich jetzt villeicht im thema verliere, ist es doch so das man auch eine eigene kultur hat. auch diese gilt es zu schützen. ich bin absolut für die einwanderung. allerdings möchte ich das es deutschland auch weiterhin gibt und dieses land kein bunt geminschter vielvölkerstaat wird welcher aus seiner geschichtlichen verpflichtung heraus seine eigene identität aufgibt. um nur eigene historische ereigniss zu nennen aus denen wir uns als deutsche selber befreit haben und zu unserem nationalstolz beitragen dürfen 1) 1848 2) die industrialisierungsproblemsbewältigung unter bismark 3) die weimarer republik 4) der aufbau der ddr unter erschwerten bedingungen 5) allgemein der wieder aufbau deutschlands nach 45 6) stolz bin ich auch auf die wehrmacht, welche tausende kilometer gelaufen sind und scheisse gefressen haben und das ohne ende ... ICH BIN KEIN NATIONALIST ICH WILL KEIN 3 REICH NAZIS RAUS (nur um allen disskussionen vorzubeugen) 7) das "wir" gefühl als deutsche und 40 jahre trennung das wären meine fakten womit ich mein natiolabewußtsein und stolz begründe (dessweiteren kann man auch stolz auf menschen sein die tolle sachen erfunden haben, die meisten haben ja allerdings früh gemerkt, das sie aus deutschland weg müssen ) ohnehin haben wir grosse denker auch goethe und heine denke ich spielen eine grosse rolle .... das kommt jetzt alles vom thema ab, aber ein wenig passt es ja ... leider mussen wir mit diesen gedanken sehr vorsichtig sein, wir worden von unseren großeltern gemahnt, aber wer soll unsere kinder mahnen und deren kinder und deren kinder dann?
an dem ausspruch stoiber stört mich seine verlogenheit. niemand ausser die die basis darf sowas behaupten! es ist verlogen ohne ende.
Also, ich finde, man/frau kann die Nationalhymne gar nicht oft genug singen: Deutschland, Deutschland mir stinkt alles was dir selbst an Dir gefällt Einigkeit und Recht und Freiheit wurden doch zu sehr gequält Korruption, Gewalt und Willkür gehen dem Staat leicht von der Hand Denk doch mal an deine Kinder denke, Deutsches Vaterland ! Schröder Roadshow auf der LP Anachie in Germoney(1980)
Schmunzeln muss ich bei dieser Hymne ja schon. aber letztlich finde ich sie dann doch zu negatv, auch wenn sie sicher mehr als EIN körnchen wahrheit enthält - könnten auch zwei sein. schließlich hat lostsnoozle ja doch einige Dinge angeführt, die positiv sind und auch gewürdigt werden müssen (wobei ich die Wehrmacht da aufgrund ihrer teils ungeklärten, teil schwierigen und widersprüchlichen rolle gerne ausklammern möchte). Letztlich müssen wir vielleicht lernen, in ambivalenzen, in spannungsfelder zu denken: das gute sehen und würdigen, aber dennoch das negative und gefährliche erinnern. Sozusagen Goethe, Wiederaufbau und Freiheit zusammen mit Hitler und Holocaust denken.
Hier nun meine (durchaus und möglicherweise zu diskutierenden und zu kritisierenden) Assoziationen: Ich frage mich tatsächlich, ob man im Zeitalter der Globalisierung, der weltweiten Kommunikation, der EU und des Verschwindens von Staatsgrenzen noch von einer Nation sprechen kann. Nation... Nationalismus.... Nationen setzten sich fast immer aus mehreren ethnischen Gruppen zusammen. Das ist Fakt. Aber Nationalismus geht im Prinzip davon aus, dass Nationen idealerweise von ethnischer Reinheit gekennzeichnet sind. Nur mal so als Denkanstoß! Ethnische Reinheit!!! An was erinnert uns das?! Eine Nation ist eine Vorstellung. Durch Mythen und den Bezug auf eine gemeinsame Geschichte soll eine gemeinsame Identität geschaffen werden. Es soll eine Gemeinschaft geschaffen werden... eine politische Gemeinschaft (Anderson nennt das „imagined communities“) zwischen Menschen, die sich überhaupt nicht kennen, die dann aber trotzdem gemeinsam für Interessen kämpfen, die vielleicht nicht die ihren sind…. Für ihre Nation kämpfen und in den Krieg ziehen und für ihre Nation sterben. Also, ich würd das nicht tun wollen. Nation: Nichts anderes als ein Mobilisierungsfaktor auf höchster Ebene. Die Menschen sind so unterschiedlich in ihren Lebensentwürfen, in ihren Identitäten.... wir haben so viele Möglichkeiten heutzutage... und wir erfinden uns ständig neu.... wir probieren verschiedenen Identitäten an und wechseln ständig von einer Identität in die andere, passen uns ständig den Umständen an, um zu existieren. Einmal fühlen wir uns dieser Gruppe zugehörig, ein anderes Mal wieder einer anderen - je nach Interessenslage. Wir überschreiten ständig irgendwelche Grenzen. Ich frage mich, wie bei diesem ganzen Kuddelmuddel eine gemeinsame Identität über Kultur oder sonstiges geschaffen werden soll. Es wird ständig darüber debattiert, aber praktisch bemüht man sich nicht darum, ein Wir-Bewußtsein herzustellen?!? Es sind da immer noch "die Anderen" und die Frage nach der "Leitkultur". Wer sind WIR denn im Kontext dieser Debatte über Nation? Ich find die Frage ziemlich schwierig zu beantworten, wenn man sie überhaupt beantworten kann… Ich find es sehr sehr gefährlich... und wenn ich das Wort Nation höre, dann stellen sich mir alle Nackenhaare auf. Ich fühle mich keiner Nation zugehörig. Ich bin Mensch... auf dem Papier bin ich Deutsche... aber ich wüßte jetzt nicht, wie ich mich als Deutsche definieren sollte. Ich weiß nicht, was das ist... ich weiß nicht, was deutsch ist..... bin ich noch immer deutsch, wenn ich täglich meditiere, Yoga praktiziere oder Darabuka spiele?.... was bin ich......?.....wer bin ich?.... Ich komm mir voll deppert vor, wenn ich auf Reisen bin und mich irgendwer fragt, woher ich komme und ich ihm sage: Aus Deutschland. Oh…. She’s German. What about Germany and Germans? Tja.. und dann steh ich erstmal blöd da und weiß nichts zu antworten. Ich find das ziemlich verwirrend, oder? Ich persönlich finde auch, dass es sich Stoiber und Co ein bissl zu einfach machen, indem sie für den „Untergang“ der "deutschen Kultur" oder gar der "deutschen Nation" unsere ausländischen Mitbürger verantwortlich machen... und nichts anderes tun sie! Ja, das ist easy... und findet superschnell Beifall und ist natürlich für einen Wahlkampf immer top! Wählt bitte uns und wir lösen all eure Probleme. Super! Früher warens die Juden, irgendwann warens dann die us-amerikanischen Lebensweisen, die für die "Überfremdung" verantwortlich gemacht wurden... teilweise noch immer, wenn wir von Amerikanisierung sprechen oder gar von Globalisierung und Verwestlichung...... ja.. und aktuell sinds in Deutschland halt die Moslems und der Islam! In Malaysia sinds die Chinesen, auf Sri Lanka sinds diejenigen, die Tamil sprechen. Ich finde, Deutschland und seine Politiker... und auch alle anderen Staaten sollten das, was sie als Tradition und "Kultur" bezeichnen, mal selbstkritisch hinterfragen und auch mal überlegen, ob es sinnvoll ist, heute noch davon zu sprechen und dieses ganze Zeugs politisch für sich zu nutzen und zu instrumentalisieren. Ich finds gefährlich. Wohin führt uns das? Und: Durch und durch europäisch geprägtes Land? Was ist denn nun schon wieder durch und durch europäisch geprägt?? Ich hab echt ein Problem mit diesen Verabsolutierungen. Und ich würde mir wirklich wünschen, dass diese ganze Scheiße mal konkretisiert wird, ehrlich! Dieses durch und durch….. durch und durch… durch und durch… durch was denn bitteschön?! Ist Europa die Krone der Schöpfung? Sind europäische Werte besser als alle anderen? Sind wir Deutsche, Österreicher, Italiener, etc. so viel besser als Araber, Türken und Inder? Nein! Das ist Eurozentrismus pur! Und das beinhaltet, dass die europäische Kultur (was auch immer das sein mag) besser ist als alles andere und das legitimiert die Mächtigen dazu, andere zu kolonisieren… zu missionieren…. Kriege im Namens Gottes oder Allahs oder im Namen der Demokratie und Freiheit zu führen. Und anderen ihren vermeintlich besseren Glauben, ihre bessere Ideologie… ihr besseres System aufzuzwingen. Und das ist nicht richtig! Das haben wir in der Geschichte gesehen. Und das hat unter anderem auch zu den tausenden von Konflikten geführt, die derzeit auf der ganzen Erde ausgetragen werden. Ich bekenne mich nicht zu meinem Land, weil es nicht meines ist... und trotzdem verachte ich meine Großväter und Großmütter nicht… sie sind meine Vorfahren, ganz unabhängig von ihrer Nationalität. Mir ists wurscht, ob sie im ersten und zweiten Weltkrieg gekämpft haben… genauso gut hätten sie in China Reis anbauen oder in der Mandschurei in einem Zoo arbeiten können. Sie hätten Anhänger von Mao sein können oder gar von Gandhi oder von Nehru. Für mich hat das überhaupt nichts mit Nationalbewusstsein zu tun… vielleicht verwechseln das einige allzu gern Zur Verfassung sag ich nur: Artikel 1 – 5. Und die derzeitige Debatte droht diese Artikel ganz gewaltig außer Acht zu lassen. Aber: Sie können ja einfach wieder einmal ein paar Artikel streichen und mal gucken was passiert… hm?! Überspitzt gesagt. Zur Kopftuchdebatte: Es gibt immer zwei Seiten einer Geschichte. Und ein Kopftuch ist nicht immer Symbol der Unterdrückung und hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Ich trag übrigens auch Kopftücher. Und: Kultur schützen? Wie soll man Kultur schützen? Kultur verändert sich. Und sie ist keineswegs homogen. Ich habs eh schon mal betont. Wir nehmen Dinge, die von außen kommen auf… Dinge, die uns unsere Eltern vermitteln, die wir lesen usw. usf. Und dann gibt’s folgende Möglichkeiten: Entweder nehme ich das alles so auf, weil ich glaube, dass das alles so okay ist… weil ich es vielleicht auch nicht besser weiß…… oder ich verwerfe alles vollkommen und such mir etwas anderes. Das sind die beiden Extreme. Oder: ich reflektiere die Dinge alles und versuche es in einer abgewandelten Form in mein Leben zu integrieren. Und ich denke, das ist es, was in der Regel passiert… und somit entsteht dieser Mischmasch. Mein Leben zum Beispiel …. Oder besser: mein Alltag ist vollkommen eklektisch und ich würde es total anmaßend finden, das alles, an was ich glaube und meine Wertvorstellungen als deutsche oder europäische Kultur zu bezeichnen. Es ist meine Kultur. Es ist meine Welt. Und zu Goethe und Heine: Das ist wieder eine andere Definition von Kultur. Übrigens gibt es da so ein nettes Büchlein von A. Kroeber und C. Kluckhohn, das über hundert Definitionen von Kultur enthält. Schon komisch, dass in der Öffentlichkeit so sehr mit diesem Begriff jongliert wird, wo doch jeder unter Umständen etwas anderes darunter versteht…. Ich bin keineswegs stolz auf die Dinge, die lostsnoozle aufgeführt hat, weil ich mit diesen ganzen Dingen nicht im geringsten etwas zu tun hatte. Das war vor meiner Zeit. Wie kann ich auf etwas stolz sein, woran ich nicht direkt beteiligt war? Nur weil ich zufällig das Glück hatte, in einem Land wie Deutschland geboren zu sein? Mich mit falschen Federn schmücken?! Nö, keine Lust drauf. Meine Güte.. das Thema ist viel zu komplex und ich bekomm schon wieder Kopfweh… Mich wühlt so was immer ziemlich auf… sorry. Ich wünsch Euch nen schönen Samstag Abend.
@aglaja: viele ideen - und viel wahres. das alles einzubeziehen ist so schwierig, ich weiß gar nicht, ob man das so ohne weiteres bewältigen kann. Du hast recht, sich mit fremden federn zu schmücken, das ist nicht okay. Und doch glaube ich, dass wir teile dieser vergangenheit in uns tragen. sie wurden uns von unseren familien, von schule und gesellschaft mitgegeben. Europa ist auch ein Teil davon - als Idee, die nicht besser ist als anderes, aber uns viel positives gebracht hat. Und wir sind Teil davon - ob das nun Glück ist oder nicht. Ich glaube schon, dass wir das würdigen sollten. Wie weit das mit Stolz oder gar Nationalismus einhergehen muss, das steht auf einem anderen blatt. Dass das alles erstmal nur begriffe sind, die im wirklichen leben zwischen Menschen nicht wirklich viel zu bedeuten haben, liegt auf der hand.
Natürlich. Aufgrund meiner Sozialisation trage ich natürlich Teile der Vergangenheit in mir. Ganz klar. Nur sollte man das alles nicht überbewerten. Es ist eine Möglichkeit unter unzähligen. Viele vergessen das.
(wobei ich die Wehrmacht da aufgrund ihrer teils ungeklärten, teil schwierigen und widersprüchlichen rolle gerne ausklammern möchte). du hast recht ... in jeder organisation befinden sich auch schlecht menschen. definitiv und ohne widerworte. ich denke nur an junge 17 jährige kerle. die von der schuldbank dierekt nach russland geschickt worden sind. gelaufen sind bis nach stalingrad und eventuell zurück. bzw in russischer gefangenschaft gestorben sind. was diese soldaten mitgemacht haben werden wir nie verstehen. aber wir müssen sie ehren und gedenken. weil keine aktion sinnloser war also soviele "deutsche" männer in den krieg zu schicken und sterben zu lassen. (6 armee. stalingrad. ich will jetzt hier nicht den geschichtslehrer raushängen lassen. aber schaut euch an wieviele männer dahin gegangen sind und wieviele wieder gekomen sind.) auch wenn es jetzt wahnsinn klingt. unsere männer haben den 2 fronten krieg durchgestanden. und das zweimal nacheinander in zwei weltkriegen. entschuldigung wenn ich das jetzt so scheisse sage: fakt ist wir waren in 6 wochen in frankreich. wir haben sie überrollt. junge väter haben ihren arsch hingehalten für diesen dreck. das ist eine leistung. was die am tag marschiert sind unter welchen bedingen sie gekämpft haben. diese sache gehört geehrt. verteufelt sei jedes kriegsverbrechen und jedes verbrechen and er menschheit. aber fakt ist das unsere grossvater wirklich in 6 wochen in frankreich waren, und das die letztenendes bis nach stalingrad gelaufen sind. verdammte scheisse noch mal. man hat diese generatipon so verarscht. soi viele währungsreformen. die zwei weltkriege, die armut, danach kriegsgefangenschaft und eventuell noch die"erträgliche" diktatur der ddr. was haben diese männer vom leben gehabt? letztenedes haben sie durch ihre niederlage uns die demokrtaie und freiheit wieder gegeben.
schon nochmal lostsnoozle und wieder ganz viel warmen wind ohne inhalt. wo gibt es da noch anderen richtigen forums member? sind ganz wenig here.
Demokratie und Freiheit haben wir nicht durch die Niederlage, sondern durch die Aufbauarbeit der Nachkriegsgeneration(en) sowie das Engagement der Besatzungsmächte (Stichwort: Marshall-Plan) gewonnen. Für die kriegerische Leistungen, die im 3. Reich erbracht wurden, kann ich keinen Stolz empfinden. Auch wenn die Männer damals aus militärischer Sicht vielleicht großes geleistet haben, haben sie damit das Leid des 2. Weltkriegs mit auf den Weg gebracht - mit waffen, die vielleicht schon damals mit Hilfe von Zwangsarbeitern produziert wurden, auch Kosten der Zivilbevölkerung womöglich. Dass ihnen in ihrem Leben vieles Übels passiert ist - Währungsreformen, Armut vielleicht und Hunger, Kriegsgefangenschaft - das ist was anderes. Da hab ich auch Respekt vor. Aber nicht davor, dass sie in ein anderes Land in kurzer Zeit einmarschiert sind.
schon nochmal lostsnoozle und wieder ganz viel warmen wind ohne inhalt. wo gibt es da noch anderen richtigen forums member? sind ganz wenig here. ich kapier die aussage nicht, geh einfach bitte und lass es ...
Es geht hier nicht um Quantität sondern um Qualität und Deine Posts sind meilenweil davon entfernt. Punkt.
warum sprichst du so schlecht über die eu? die frage war doch was ist zu tun damit von deutschen boden nie wieder krieg ausgehen kann? ich finde es gut. schaut man sich die europäische geschichte an, gab es nur krieg und krieg und krieg ...... der europäische gedanke ist ein gedanke des zusammenwachsen. welchen ich für sehr wichtig halte. wohin schutz und trotz bündnisse führen haben wir ja gesehen im ersten weltkrieg. desshalb ist der dialog auch wichtig. das wir zusammen wachsen. das wir einander kennen lernen. damit solche katastrophen nie wieder passieren. Nein… ich hab ganz gewiß nichts gegen die EU. Ich hab nicht das mindeste gegen Gemeinschaft, nur darf man nicht übersehen, dass sie ziemlich heterogen ist und sich aus vielen verschiedenen Traditionen zusammensetzt und dann von Nation zu sprechen.. von deutschen Werten… von deutscher Leitkultur… find ich ziemlich paradox. Nicht mal Christen … diejenigen, die der christlichen Tradition… den guten alten christlichen Werten nachhängen verstehen sich untereinander (siehe Nordirland)… Sie schlagen sich die Köpfe ein. das sag mal bitte den tausenden von toten ins gesicht, für was sind sie gestorben verdammte scheisse? dafür das du heute wählen darfst! Na, sicher nicht! Ich will den Toten auch nichts ins Gesicht sagen… einfach weil sie tot sind. Sie interessiert es nicht, was ich zu sagen habe. Genau DIESE Schiene ist es nämlich, auf der immer wieder gefahren wird, um Hass zu schüren und Geschichte und Vorurteile zu instrumentalisieren. „Denk daran wofür deine Vorfahren gestorben sind und was der Feind, der imaginäre, schon längst verstorbene Feind deiner Familie in der Vergangenheit angetan hat…. Kämpfe für deine Vorfahren.“ Das ist echt scheisse…sorry Geschichte wird instrumentalisiert. Und man sollte dabei nicht übersehen, dass die sogenannte Geschichte von Menschen, hauptsächlich von den Mächtigen dieser Erde, geschrieben wurde (z. B. Kolonialgeschichte). Ich sag nur „Rewriting history!“ und zwar kritisch. Schau Dir zum Beispiel den indischen Nationalismus (BJP) an, und die Hindutva. Ihre Autorität beruht auf einer bestimmten von ihnen instrumentalisierten Interpretation der indischen Geschichte, Kultur und Religion. Diese Bewegung nimmt für sich in Anspruch eine ursprüngliche Hindu-Identität zu repräsentieren… und zwar auf der Grundlage einer uralten unveränderlichen Hindu-Tradition. Diese Tradition soll das Fundament einer neuen Hindu-Nation bilden. Das ganze fand den Höhepunkt dann im Ayodhya-Konflikt. Die BJP propagierte dabei, dass Ayodhya der mythische Geburtsort der Hindu-Gottheit Ram ist. Und genau an der Stelle, wo einst Ram geboren wurde, errichtete ein (muslimischer) Moghul-Herrscher im 16. Jahrhundert eine Moschee. Dabei soll der Geburtstempel abgerissen worden sein. Dafür fehlt allerdings jeglicher historischer und archäologischer Beweis. 1992 wurde die Moschee dann von einem wütenden und gewalttätigen Hindu-Mob zerstört, wobei mehr als 2000 Menschen starben. . (und die Briten sind nicht unschuldig bei dieser ganzen Sache) Hierdurch werden zwei Gruppen (Muslime und Hindus) historische Feinde. Weil irgendeine Partei die Geschichte für sich nutzt und strapaziert und immer wieder und wieder neu aufleben lässt und damit ideologisch und politisch missbraucht. Das ist prinzipiell so bei nationalistischen und religiösen Bewegungen. Und es wird immer wieder in diese Kerbe getreten.. .für nichts und wieder nichts. Geschichte erklärt nichts, sie wird benutzt. Ich finde, egal wie super oder schlimm die Geschichte war, man kann sich nicht einfach auf sie ausreden. Das verschiebt die Probleme der Gegenwart. Und wir tragen in der Gegenwart Verantwortung und nicht in der Geschichte. sollen wir unsere traditionen und werte aufgeben? was ist mit unseren feiertagen und bräuchen? Von welchen Traditionen sprichst Du? Und wieso aufgeben? Davon hab ich ja nicht gesprochen. Aber: Wenn wir mal davon ausgehen, dass Weihnachten eine christlich-abendländische Tradition ist, dann frage ich Dich: Feierst Du Weihnachten noch genauso wie deine Vorfahren vor 200 Jahren? Vor hundert Jahren gabs den Weihnachtsmann als Figur noch nicht einmal, bevor er dann in den 1920er Jahren als Werbeträger für Coca-Cola eingeführt wurde. Heute glauben die kleinen Kinder, Weihnachten wird gefeiert, weil der Weihnachtsmann Geburtstag hat, womit sie in gewisser Weise ja irgendwie recht haben. Oder Ostern? Lässt Du zu Ostern noch achtspeichige brennende Räder irgendeinen Berg hinunterrollen, um aus ihrem Lauf auf die Fruchtbarkeit des kommenden Jahres zu schließen? Wie Deine vorchristlichen Vorfahren? Ich wage zu behaupten, dass Du das nicht tust, dass das kaum jemand in Deutschland tut. Also.. was sagt uns das? Alles ist im Wandel. Auch Traditionen und Bräuche.