@Pit: Ich wollte das nicht vereinfachen, halte das aber für einen eher wichtigen Teil der Geschichte zum 11. September. Vielleicht müsste man dem aber - angesichts der Tatsache, dass das von einem so großen Teil der Bevölkerung abgelehnt wird und einem anderen eher unbewußt ist - noch eine weitere Linie einziehen, die das auf bestimmte Machteliten begrenzt. Die praktizieren das dann aber richtig stark und dominieren damit das Land in weiten Teilen. PS: Wenn wir schon gerade über USA reden, dann muss ich doch emein Kopfschütteln über das Cheeseburger-Gesetz äußern, demnach man MCDonalds & Co. nun nicht mal mehr verklagen kann, weil sie einen nicht ausreichend informiert hätten, dass man von ihren Burgern usw. dick werden könnte. Okay, man kann da schon aus selbst drauf kommen, aber warum sollte man verbieten, dass ein Gericht die Arbeit der Fastfoodketten auf Versäumnisse überprüft. Soviel zum Thema Machtstrukturen. Geld und größerer Einfluß scheinen halt doch wichtiger zu sein als Bürgerrecht, Verbraucher- und Umweltschutz etc.
Genau solche Sachen haben mich in D sehr fremd fühlen lassen. Sprüche an Elternabenden, wie: "Warum ist denn der Einwanderersohn besser als unsere Kinder?" Früher hat mich das wütend gemacht, heute finde ich es nur traurig, weil sich diese Menschen damit selbst keinen Gefallen tun und doch so dumm sind, es nicht zu bemerken.
@Green Shades: Kann ich verstehen. So eine Aussage impliziert ja schon, dass da doch bestimmt was nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Sonst bräuchte man ja keine Erklärung verlangen. Dass Intelligenz oder Leistung von Geburtsort bzw. Herkunft sind, scheint aber bei manchen einfch nicht durchzudringen. Und ich befürchte, dass diese Leitkultur-Idee solche Strömungen eher bestärken würde. Wer sozusagen durch Geburt Teil dieser Leitkultur ist, hat dann was, womit er sich selbst sagen, er sei besser oder zumindest in der kulturellen Hierarchie weiter oben. Was das an absurden und unmöglichen Konsequenzen hat, da hast Du ja schon ein trauriges Besipiel geliefert. Ich befürchte nur, dass es da noch unzählige mehr gibt, die z.T. noch krasser sind, z.B. wie das aus dem Artikel von Southerman. *grübel* Hat gerade so den Gedanken bzw. die Vermutung, dass eine Leitkultur letztlich Diskriminierung fördert. Das hat mit dem Grundgedanken, den mancher Politiker dabei hat - nämlich dass alle Menschen aus allen möglichen Kulturen sich auf bestimmte Regeln einlassen - nichts mehr zu tun.
Eben. Meiner Ansicht nach erzielt man solche Regelharmonisierung eher durch eine Anpassung an die Landessprache, als durch das Oktroyieren einer Leitkultur. Wir hatten in D nämlich bisher immer so ein Clustern von Einwanderern untereinander zum Nachteil aller, da es so nicht zur wechselseitigen Integration kam. Hätten alle die gleiche Sprache gesprochen, wären dazu mehr Möglichkeiten gegeben und die Leitkulturdiskussion unnötig. Aber Sprachunterricht ist teurer als der Erlass einer Leitkultur. Lediglich in den Wartungskosten rechnet sich der erste.
Leider denken Politiker nur bedingt langfristig - siehe z.B. Ideen zum Ausstieg aus dem Atomausstieg.